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Die Buttnmandl

ein Spektakel in der Vorweihnachtszeit

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Buttnmandl

Ein Spektakel jedes Jahr aufs Neue ist der Buttnmandl-Lauf, ein Advents-Brauch, wie er nur im Berchtesgadener Talkessel vorkommt.

Buttnmandl sind in Stroh eingebundene ledige Männer. Mit ihren Hörner, heraushängenden Zungen, ihren Holzmasken in Tiergestalt und nicht zuletzt mit ihren Kuhglocken sorgen die Furcht einflößende Gesellen für allerhand Radau.

Schon von weitem ist das laute Geläut und Geschrei zu hören, wenn die wilde Horde mit Einbruch der Dunkelheit in der Vorweihnachtszeit von Haus zu Haus zieht oder durch die Ortschaften läuft. Tausende Menschen, Einheimische wie Touristen, verfolgen Jahr für Jahr dieses Spektakel und sorgen dafür, dass die Buttnmandl-Läufe ein echter Publikumsmagnet sind.

Gemeinsam mit den in Felle gekleideten Kramperln und Ganggerln bilden die Buttnmandl eine „Bass“. Angeführt wird diese Bass vom Heiligen Nikolaus im Bischofsgewand. Begleitet werden sie zum Teil von einem „Nikoloweibi“ oder einem Engerl. Es verteilt Süßigkeiten an die Kinder.

Im Berchtesgadener Raum gibt es annähernd 40 verschiedene Buttnmandl-Bassen. So Furcht einflößend sie auch sind, so sind die Buttnmandl keine Schreckgestalten – vielmehr vertreiben Sie dem Glauben nach die bösen Geister. Ihre Ruten sind ein Symbol für Fruchtbarkeit. 

Freilich, und auch das macht den Reiz dieses Brauches aus, bekommen  diese Ruten hauptsächlich junge Mädchen zu spüren, die  das Spektakel am Straßenrand verfolgen und es mehr oder weniger freiwillig in Kauf nehmen, in die Fänge eines Buttnmandls zu geraten.  Am eigenen Leib erfahren sie dann, dass ein kräftiger Rutenhieb auf die Wade oder den Oberschenkel doch recht schmerzhaft sein kann.

 


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