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Berchtesgaden

Berchtesgaden

Das erste Mal wurde Berchtesgaden im Jahre 1102 urkundlich erwähnt. Grund für die Entstehung von Berchtesgaden war ein Gelübde der Gräfin von Sulzbach, zum Dank für die Rettung ihres Mannes nach einem Jagdunfall ein Kloster zu stiften. Der Sohn der Gräfin und dessen Halbbruder setzten sich für die Umsetzung des Gelöbnisses ein und begaben sich dafür sogar nach Rom. Jedoch erlangte der Talkessel von Berchtesgaden erst später durch Rodungen auch für die Fürstpröpste seinen Reiz.

Daraufhin war Berchtesgaden der wichtigste Ort des kleinen geistlichen Staates. 1156 gewährte Kaiser Friedrich Barbarossa Berchtesgaden die Forsthoheit, die Schürffreiheit für Metall und Salz fügten sich die Berchtesgadener gleich selbst an die kaiserliche Urkunde. Dies und die die Schürffreiheit für Metall und Salz führten zum ersten wirtschaftlichen Aufschwung, der Berchtesgaden zu einem Markt wachsen ließ.

Durch die Säkularisation und dem darauf folgenden Ende der pröpstlichen Herrschaft im Jahr 1803 kam die Berchtesgaden zum neugegründeten Kurfürstentum Salzburg, nach dem Frieden von Pressburg 1805 zum Kaiserreich Österreich und 1809 kurzzeitig zum Frankreich Napoleons. Mit der Neuordnung Europas 1810 kam das Berchtesgadener Tal zusammen mit Salzburg zu Bayern und verblieb dort, im Gegensatz zu Salzburg, das 1816 wieder an Österreich zurückging.

Hervorgegangen aus dem um 1100 gegründeten Augustiner-Chorherrenstifts wurde Berchtesgaden dereinst Fürstpropstei. Heutzutage lädt der historische Markt zum Bummeln und Verweilen zwischen wunderschönen Bürgerhäusern ein.

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